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Unsere Intention

Wir versuchen unter Zurückstellung unserer eigenen Befindlichkeiten die soziale Schieflage zwischen Ost und West materiell etwas auszugleichen. Mit dieser selbst gestellten Aufgabe nehmen wir finanzielle Einbußen und auch eine gewisse Einschränkung unserer Freizeit in Kauf.

Mit unseren Hilfstransporten ins ehemalige Ostpreußen (Oblast Kaliningrad und Ermland Masuren) wollen wir die einkommensschwache Bevölkerung mit Sachspenden unterstützen, denn die sozialschwachen Randgruppen, besonders die Landbevölkerung, verbrauchen die staatlichen Zuwendungen ausschließlich zur Beschaffung von Nahrungsmitteln.

Gerade das Ermland war seit jeher ein besonders strukturschwaches Gebiet. Seit Auflösung der Staatsgüter ist ungefähr 40 Prozent der Bevölkerung arbeitslos. Ein Arbeitsloser bekommt höchstens 52 Wochen lang eine geringe staatliche Unterstützung, dann muss er sehen, wie er zu Geld kommt. Die vielen Rentner leben von einer knappen staatlichen Rente, die durchschnittlich 120 bis 170 Euro beträgt.

Dem „Johannes Paul II.” - Spital in Bartenstein (Bartoszyce) konnten wir bereits zwei Ultraschall-Geräte, Spenden hiesiger Ärzte, übergeben. Das Krankenhauspersonal erhielt durch uns Krankenhauswäsche und Kittel der Weser/Aller-Klinik und die Patienten schlafen seit zwei Jahren in Betten der hiesigen Krankenhäuser.

Auch die Johanniter profitieren von unseren Hilfsaktionen und können Medikamente sowie medizinische Hilfsmittel kostenlos an ihre bedürftigen Patienten auf dem Lande verteilen, weil diese sich einen solchen Luxus nicht leisten können.

Das Angebot der Geschäfte im Westen ist reichhaltig und lädt ständig zu neuen Shoppingtouren ein. Die meisten Verbraucher, besonders aber die jüngere Generation und deren Kinder, können sich gelebte Bedürftigkeit kaum vorstellen. Wir sind zu einer Wegwerfgesellschaft geworden, die alles vermeintliche Überflüssige ganz schnell entsorgt. Durch unsere ständigen Spendenaufrufe konnten wir erreichen, dass viele Bürger gut erhaltene Dinge des täglichen Bedarfs bei uns abgeben. Nur so können wir seit 2004 der Mittellosigkeit in der Region vor der russischen Grenze entgegen wirken.

Auch in der Oblast Kaliningrad bietet sich für uns seit Jahren ein fast unendliches Betätigungsfeld. Neben immensem Reichtum gibt es erschreckende Armut, besonders bei den älteren Menschen. Wer in der Stadt wohnt, beackert seine „Datscha” am Stadtrand, denn die Ernte bereichert den Speisezettel erheblich. Nicht selten sind die Ruheständler auf die Unterstützung ihrer Kinder angewiesen, weil die winzigen staatlichen Bezüge nicht ausreichen.

Arztbesuche und Medikamente sind in Kaliningrad für viele Menschen schier unerschwinglich. Mit medizinischem Verbrauchsmaterial, Geräten und Krankenhausmobilar waren wir besonders im Krankenhaus Svetly (Zimmerbude), aber auch in Kaliningrad für die Verantwortlichen eine große Hilfe. Landärzte, rings um Kaliningrad, die bei Wind und Wetter die weit auseinander liegenden Siedlungen erreichen müssen, erhielten durch uns Fahrräder und Gummistiefel.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass den Russen der humanitäre Gedanke fern ist. Russen besitzen eine Mentalität, die aus Trägheit und Gleichgültigkeit besteht. Ein Russe tut nichts umsonst. Auf diese Tatsache müssen wir uns bei jedem Hilfstransport einstellen und dem entgegenwirken.

Durch den unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz, besonders der Kerngruppe aus Ottersberg, Fischerhude und Grasberg, gewann der Verein große Anerkennung in der Öffentlichkeit, die sich in einer großen Spendenbereitschaft auswirkt.

Neben der sofort spürbaren Auswirkung unserer Hilfe ist es uns wichtig, den Empfängern das Gefühl des „Vergessenseins” zu nehmen. Durch den Einsatz von Materialien, Ersatzteilen, Saatgut, sowie dem Kauf von Kühen konnten wir vielen Familien erste Schritte in eine selbständige Versorgung ermöglichen. Besonders die Aktion „Eine Kuh für Kaliningrad” wirkt bis heute nach, denn die Kuh sichert größtenteils die Lebensgrundlage einer Familie.

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