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Presseberichte

Artikel im Achimer Kreisblatt vom 7.2.2017 von Ute Fetkenhauer

Schon 181 Hilfstransporte gen Osten gerollt, acht folgen nun

Verein "Hilfe und Tat" unterstützt viele alte und bedürftige Menschen

 


Artikel im Achimer Kreisblatt vom 01.9.2016 von Ute Fetkenhauer

Spendenlager braucht Nachschub

"Hilfe und Tat" bereitet nächsten Hilfsgütertransport nach Polen vor

 


Artikel im Achimer Kreisblatt vom 12.2.2016 von Ute Fetkenhauer

Verein "Hilfe und Tat" - Jahreshauptversammlung 2016

So viele Transporte wie noch nie organisiert - 2015 erfolgreiches Jahr für Verein "Hilfe und Tat"

 


Artikel im Achimer Kreisblatt vom 5.1.2016 von Ute Fetkenhauer

Warmer Wintermantel Luxus

2015 realisiert "Hilfe und Tat" 15 Hilfstransporte nach Polen und Kaliningrad

 


Artikel im Achimer Kreisblatt vom 6.2.2014 von Ute Fetkenhauer

20 Jahre humanitäre Hilfe

Erlebnisse, Emotionen und Erinnerungen prägen die Geburtstagsversammlung

 


Jahreshauptversammlung "Hilfe und Tat" vom 04. Februar 2014

Rückblick des Vereinsvorsitzenden Uwe Remmers auf das Jahr 2013:

Liebe Mitglieder, verehrte Förderer und Freunde unseres Vereins!

Beginnen möchte ich mit einem herzlichen Dankeschön für die unzähligen, sehr herzlichen Genesungswünsche, die mich zu Jahresbeginn in der Klinik erreichten. Sie haben mir Mut gegeben, mich wieder aufgerichtet und letztendlich auch zum Erfolg geführt. Ich bin wieder einigermaßen gesund, danke!

Danken möchte ich aber auch den nimmermüden fleißigen Helfern, die bei den monatlichen Packterminen gewissenhaft die Kleidung sortieren und nach besonderen Warengruppen verpacken, sowie den Annehmern, die bei den monatlichen Annahmeterminen zugegen sind und alle Spender freundlich empfangen. Danke auch den Helfern, die die Spenden abholen, im Lager ordentlich verstauen und schließlich wieder fest auf die Fahrzeuge laden, damit sie sicher und unbeschadet beim Empfänger ankommen. Nicht zuletzt gehört mein Dank, unser aller Dank, den Fahrern und Fahrtteilnehmern, die sich mitunter mehr als zwanzig Stunden uneigennützig an den Lenker setzen und damit unsere Hilfe erst möglich machen. Die Kosten für Verpflegung und Übernachtung tragen sie alle selber. Großer Dank!

In unserer neuen Annahmestelle in Achim türmten sich die Spendengüter. Der erste Transport im März nach Gorowo Ilaweckie, der ehemaligen Stadt Landsberg i.Pr., brachte nur wenig Entlastung, dafür aber große Freude bei den Empfängern, dem Verein „Natangen“, dem Sozialamt und in den umliegenden Landgemeinden. In diesem Landstrich, weit ab jeglicher Industrie und unmittelbar an der Grenze zu Russland, herrscht hohe Arbeitslosigkeit und das soziale Netz für die Bewohner, Invaliden und Rentner ist dünn und sehr grobmaschig. Soziale Leistung ist zeitlich begrenzt. In vielen Dankesbriefen wird immer wieder bestätigt, wie wertvoll unsere Hilfe für diese Bevölkerungsschicht ist.

Eine ähnliche Situation finden die vielen Helfer jedes Jahr erneut vor, wenn sie sich, wie im April, auf den beschwerlichen und hindernisreichen Weg in die Exklave Kaliningrad machen. Sie müssen sich mit den ständig neuen Vorschriften des Zolls auseinandersetzen und nach langen Wartestunden dürfen sie die Kartons im Zolllager in Sowetck, ehemals Tilsit, entladen. Auch dort, in den abgelegenen Regionen der Oblast, sind die Rentner und Invaliden immer noch genau so schlecht dran, wie in den vergangenen zwanzig Jahren. Die Bezüge haben sich zwar etwas gebessert, die Lebenshaltungskosten sind aber um ein Vielfaches gestiegen. Daher bleibt das schon gewohnte Bild: Neben einer hoch umzäunten, gesicherten prachtvollen Villa sitzt ein altes Mütterchen am Straßenrand und versucht Pilze oder Erzeugnisse aus dem eigenen Garten zu verkaufen, um Medikamente für sich oder die Familie zu erwerben.

Eine frohe Kunde erreichte uns im März. Der Landkreis Verden genehmigte unseren Antrag auf Bezuschussung unserer Hilfsaktionen insbesondere für Kraftstoffe. Damit unterstützt er ein weiteres mal unsere Aktivitäten finanziell.

Im Mai ging ein großer Transport ins Ermland nach Braniewo (Braunsberg) zum Verein der Dt. Minderheit, ins ehemalige Bartenstein zur Sozialstation der Johanniter und nach Lidzbark Warminski, früher Heilsberg, zum Verein der Dt. Minderheit. Dort wurde der Transport schon sehnlichst erwartet und sofort in den Räumen des Vereins, nämlich im Keller einer Schule, zur Verteilung an die arme Bevölkerung ausgelegt.

Der Juli-Transport war bestimmt für die Sozial-kulturelle Gesellschaft in Bischofsburg, dem heutigen Biskupiec. Ein weiteres Fahrzeug wurde in Kandyty, ehemals Kanditten, von Pfarrer Jerzy Olechnowicz dankbar in Empfang genommen und von fleißigen Helfern in Windeseile entladen. Eine besondere Überraschung: Der Pfarrer gab dem Transportteam den vor einem Jahr verloren geglaubten Zündschlüssel unseres Busses zurück.

Die gesamte Ladung des Transports im August war für den „Johannesburger Deutscher Freundschaftskreis für Stadt und Bezirk Johannisburg ROSCH“ bestimmt. Dieser rührige Verein mit seinem Vorsitzenden Ditmar Leymanzik wirkt in vier Städten in einem weiten Gebiet, das ehemals die Grenze zwischen Masuren und Polen darstellte. Der karge Boden ernährt seine Bewohner nur dürftig, die großen Seen bieten jedoch reichlich Fische und das Auge wird verwöhnt von einer traumhaften Landschaft. Der Fremdenverkehr bietet den Menschen allerdings nur in den kurzen Sommermonaten ein Auskommen. Auch hier ist die Hilfe mit Bekleidung ein Segen für die arme Bevölkerung. In dieser Gegend leben auch die „Altgläubigen“, eine Glaubensgemeinschaft, die in Russland verfolgt wurde und sich hier vor fast 200 Jahren niederließ. Sie unterhalten dort noch heute eine Kirche mit Kloster. Ein Nachkomme davon war der Fischerhuder Kunstmaler Feodor Sherbakov.

Alljährlich veranstaltet die Stadt oder der Landkreis Verden das „Preußisch-Eylau-Treffen“ In ihrer Rede würdigte die polnische Delegation die Bedeutung der Hilfe, die unser Verein für die dortige Bevölkerung leistet, mit aufrichtigen Worten. Zugleich ergab sich ein erster Kontakt zu Frau Olga Ostapczuk, Nachfolgerin der langjährigen Vorsitzenden des Vereins „Natangen“, Frau Magdalene Heidenrich. Wir hoffen sehr, dass die Zusammenarbeit, besonders die Kommunikation und alle Termin-Absprachen auch künftig klappen.

Im September lenkte das Transportteam die Fahrzeuge nach Gorowo-Ilaweckie zu den drei bekannten Empfängern, die Organisation hierfür hatte noch Frau Heidenreich übernommen. In Bartoszyce ging es zur Dt. Minderheit und zu den Johannitern.

Mit dreizehn Personen, dem LKW mit Anhänger und zwei Bussen mit Anhänger ging es im Oktober nach Kaliningrad. Am Grenzübergang Mamonowo II dauerte es „nur“ sechs Stunden, weil eine befreundete russische Frau aus Hamburg mit ihrem russischen Internetanschluss bereits die Zollabfertigung eingeleitet hatte. Erst am Abend kam die Crew müde im Hotel an. Neben dem Sozialamt der Stadt Nesterov wurde diesmal auch Frau Lydia Pister bedacht. Frau Pister ist eine unermüdlich und unerschütterlich kämpfende Einzelperson, die sich im ehemaligen kleinen Dörfchen Kraam bei Rauschen um Sozialwaisen kümmert, nämlich Kinder deren Eltern Alkoholiker sind. Mit ihren recht bescheidenen Mitteln führt sie die Kinder an ein soziales Leben heran. Unsere Helfer erlebten, mit wie viel Freude die drei Fahrräder von den Jugendlichen in Empfang genommen und sofort ausprobiert wurden.

Mit dem Transport Mitte November zum Komitee für Soziale Hilfe der poln. Stadt und Gemeinde Szamocin wurde der achte Hilfstransport in diesem Jahr durchgeführt. Alle Transporte verliefen glatt ohne Unfall oder anderweitige Schäden. Die Fahrer und Teilnehmer kamen gesund und wohlbehalten in die Heimat zurück, weil alle ihre humanitäre Aufgabe umsichtig und mit großer Sorgfalt erledigen. Das kann gar nicht genügend gewürdigt werden.

Auf dem Ottersberger Frühlingszauber, dem Ottersberger Herbstmarkt und dem Fischerhuder Weihnachtsmarkt wurden jeweils mit einem Stand in gewohnter Weise die Tätigkeiten und Aktionen unseres Vereins dargelegt und dabei Spenden eingeworben.-

Am 15. Oktober verstarb nach schwerer Krankheit unser Schatzmeister Waldemar Wiedner. Fünfzehn Jahre hat er mit Umsicht und Geschick die Finanzen des Vereins verwaltet. Wir sind ihm zu großem Dank verpflichtet und werden sein Andenken in Ehren halten. Wegen seiner fundierten Erfahrung hinterlässt der Verstorbene eine große Lücke.

In diesem Jahr besteht unser „Verein Hilfe und Tat e. V.“ zwanzig Jahre. Er wurde am 5. Januar 1994 abends nach einer Rückschau auf einen erfolgten Hilfstransport nach Weißrussland von sieben Personen gegründet. Seit diesem Tage sind 144 Hilfstransporte erfolgreich durchgeführt worden. Eine Unmenge von Bekleidungsstücken ging durch die Hände vieler Helfer. Tonnenweise haben wir Lebensmittel transportiert. Wir haben Dörfer mit Brot versorgt und zirka 600 Krankenhausbetten transportiert und die Treppen hochgeschleppt. Ein OP-Tisch für das Entbindungsheim Nr. 4 in Kaliningrad brachte uns an unsere Grenzen. Glücksgefühle überkommen uns noch heute, wenn wir an die neuwertige Einrichtung der Entbindungsstation des Krankenhauses Achim denken, die wir unbewusst vor dem Verschrotten bewahrt haben. Jetzt erleichtert sie im Kreiskrankenhaus von Bartenstein den segensreichen Dienst der Ärzte.

Ich könnte noch sooooviel aufzählen.... Alles war jedoch nur möglich durch den freiwilligen und selbstlosen Einsatz unserer Mitglieder und den Helfern sowie den vielen tausend Spendern, die mit ihren Gaben nur eines wollten: Menschen helfen, denen es schlechter geht als uns, und damit ausdrücken: „Wir haben Euch nicht vergessen.“

Ich wünsche Ihnen ein frohes und gesundes Jahr 2014.


Mit Herzblut und Willen

Ottersberger Verein "Hilfe und Tat" organisiert seit 20 Jahren Transporte nach Russland und Polen

(Klicken Sie auf das Bild, um es zu vergrößern)

  


Artikel im Achimer Kreisblatt vom 21.08.2013 von Ute Fetkenhauer

Humanitäre Hilfe im alten Ostpreußen

Verein "Hilfe und Tat" kämpft mit Benzinpreisen und rückläufigen Sponsorengeldern

 


Artikel im Wochen-Tipp, Ausgabe Achim, Aller-Weser-Verlag, vom 02.11.2011 von Anke Ullrich

Hilfe und Tat in Aktion

 


Artikel im Achimer Kreisblatt vom 05.08.2011 von Ute Fetkenhauer

Zwölf Tonnen gegen die Armut

"Hilfe und Tat" steuerte Süd-Masuren an

 


Artikel im Achimer Kreisblatt vom 14.07.2011 von Ute Fetkenhauer

Wo selbst Gehstöcke purer Luxus sind

"Hilfe und Tat" bringt zwölf Tonnen Sachspenden ins Ermland / Für die Ärmsten der Armen

 


Artikel im Achimer Kreisblatt vom 16.12.2010 von Ute Fetkenhauer

Spenden schon sehnlichst erwartet

Letzter Hilfsgütertransport 2010 führte Crew von "Hilfe und Tat" nach Szamocin

(fet) Sturm und Dauerregen, eine rabenschwarze Nacht und dichter Verkehr bis an die Landesgrenze waren ungünstige Voraussetzungen für das Schlusslicht der Hilfstransporte in diesem Jahr. Für die Männer von "Hilfe und Tat" bedeutete die Schlechtwetterfront jedoch überhaupt kein Hindernis, denn in Szamocin (früher Samotschin) wurde die Lieferung von ca. neun Tonnen Sachspenden bereits sehnlichst erwartet.

Trotz der beschwerlichen Fahrt waren die Fahrer mit dem Verlauf ihrer humanitären Aufgabe sehr zufrieden. Die innige Dankbarkeit, die bereits während des Abladens deutlich wurde, sowie das gemeinsame Abendessen mit Bürgermeister Eugenius Kuczner und seiner Dolmetscherin Anna entschädigten für die elf Stunden am Steuer. Anna übersetzte den dringenden Appell des Bürgermeisters, die Hilfe nicht versiegen zu lassen, denn in der Region zwischen Pila (Schneidemühl) und Thorun (Thorn) gibt es kaum Industrie und somit keine Erwerbsmöglichkeiten. Darum arbeiten die jungen Männer im Ausland als Saisonarbeiter und die Alten versuchen nur zu überleben.

Pünktlich zum Weihnachtsfest waren neben warmer Bekleidung für Erwachsene und Kinder, Schuhen und Haushaltswäsche auch viele Kartons mit Kuscheltieren und Spielsachen von Gesellschaftsspielen bis zu Bauklötzen und Puppen an Bord. Außerdem konnten die vielen Helfer zwei Tonnen medizinische Hilfsmittel abladen, gespendet von hiesigen Sanitätshäusern, Krankenhäusern und Altenheimen. Die breite Palette umfasst Rollatoren, Gehhilfen, Rollstühle, Toilettenstühle und eine medizinische Badewanne. Dank der verlässlichen Lieferungen durch Hilfe und Tat war es dem Bürgermeister vor einigen Jahren möglich, eine Reha-Einrichtung mit Leihstation für medizinische Hilfsmittel zu eröffnen. Hier können sich mittellose Patienten für die Dauer ihrer Krankheit unentgeltlich Krücken und andere Gerätschaften ausleihen. Besonders Arbeitslose und Rentner sind kaum in der Lage, von ihren geringen Einkünften auch noch die erforderliche staatliche Leihgebühr zu entrichten. Der Not gehorchend schleppen sich darum viele Invaliden mit abgesägten Ästen voran, ein Zustand, den man hier bei der komfortablen medizinischen Versorgung wohl kaum nachvollziehen kann. "Ohne Ihren selbstlosen Einsatz hätten wir diese Station nicht einrichten können", würdigte der Stadtrat die seit Jahren bestehenden Hilfeleistungen.

Die Rückreise der Crew führte wie so oft in den vergangenen Monaten nach Oranienburg zu Heinrich und Sieglinde Kenzler, beide Wolfskinder mit einer entsetzlichen Vergangenheit. Seit vielen Jahren stellen sie ihre Garage als Spendendepot für Hilfe und Tat zur Verfügung. Dieses Mal hatten sich satte fünf Tonnen Hilfsgüter angesammelt, die spätabends im Licht der Gartenlampen auf die vereinseigenen Fahrzeuge geladen wurden. Zusätzlich warteten noch einhundert fertig gepackte Kartons in der Kleiderkammer Oranienburg auf den Weitertransport.

"Geschafft", hieß es irgendwann in der Nacht für die die aktivsten Mitstreiter des Vereins (Waldemar Wiedner, Werner Freymuth, Wilhelm Mahnken, Eckhard Schlichting und Hartmut Lieder). Es sei noch erwähnt, dass alle aktiven Mitglieder in ihrem Engagement ein nicht ganz billiges Hobby sehen, denn jeder Mitfahrer finanziert seine Hotelkosten sowie ein anteiliges Benzingeld aus der eigenen Börse. Nach einer kurzen Winterpause geht es am 20. März mit dem 120. Transport ins Ermland nach Gorowo Ilaweckie (Landsberg) weiter.

Auch während der Wintermonate werden in unseren Lagerhallen in Achim, Gewerbegebiet Ost, und in Lilienthal, Am Falkenberger Kreuz, an jedem ersten Samstag im Monat von 9 bis 12 Uhr Sachspenden entgegen genommen. Außerdem gibt es eine Annahmestelle in Ottersberg - OT Bahnhof, Tannenhof 4, bei Heinz Kuhr.


Artikel Achimer Kreisblatt vom 28.07.2010 v. Ute Fetkenhauer

Urkunde für stete materielle Hilfe gegen die Armut

Ottersberger Verein "Hilfe und Tat" erntete auf jüngstem Transport ins Ermland zu Herzen gehende Dankbarkeit

(fet) Es gab keine Panne, die Fahrzeuge steckten weder auf der Hinreise noch auf dem Rückweg in einem Stau und das Wetter hätte auch nicht besser sein können. Rundherum war Transportleiter Uwe Remmers mit dem Verlauf der letzten Fahrt ins Ermland vollauf zufrieden. Ordentlich durcheinander brachte die Emotionen aller Mitfahrer dann die kleine Feier in Sepopol /Schippenbeil).

Ein Teil der Ladung, etwa sieben Tonnen Hilfsgüter, ging nach Lizbark Warminski (früher Heilsberg), zur Gesellschaft der Deutschen Minderheit „Warmia“. Die zweite Vorsitzende Rita Poplawska, hatte große Mühe in ihrem gebrochenen Deutsch die richtigen Worte für ihre unbeschreibliche Freude zu finden. Eine solche Menge von Packstücken hatte es in dem Verein noch nie gegeben. Dieses von Herzen kommende Dankeschön wurde aber einige Stunden später noch getoppt.

Überaus zufrieden fuhr die Crew mit dem Rest der Ladung, ca. 2,5 Tonnen, zur zweiten Ausladestelle, der Organisation der Arbeitslosen-Initiative in Sepopol (Schippenbeil). Für das gemeinsame Frühstück mit dem obligatorischen Wodka hatte die Bürgermeisterin von Sepopol, Dorata Gorecka ihr Rathausbüro verlassen, um dem "Verein Hilfe und Tat e.V." für die regelmäßigen Hilfstransporte zu danken. Mit bewegten Worten erläuterte sie den Anwesenden die derzeitige hoffnungslose Situation. "Wir sind hier nur wenige Kilometer vor der russischen Grenze entfernt, alle größeren Betriebe wurden geschlossen, die Infrastruktur liegt am Boden. Die Jüngeren suchen sich Saisonarbeit im Ausland, alle anderen müssen sehen, wie sie ihre Familie und häufig auch noch die Alten durchbringen. Ihre Transporte helfen uns sehr. Es ist, als wenn Manna vom Himmel fällt", ließ sie von der Dolmetscherin übersetzen. Im Namen der Gemeindeverwaltung überreichte sie dem ersten Vorsitzenden Uwe Remmers, stellvertretend für alle Aktiven des Vereins, eine Dankesurkunde und eine Wanduhr mit Widmung.

Wie lebenswichtig die Unterstützung für diesen Ort ist, wurde den Anwesenden durch eine aktuelle Statistik bewusst. Von den zur Zeit 4.500 Einwohnern, die in Sepopol leben, sind eintausend Menschen als arbeitslos registriert. Sieht man von den Kindern und Rentnern ab, muss man davon ausgehen, dass jeder zweite Arbeitswillige ohne Einkommen aus eigenem Erwerb ist. Im günstigsten Falle zahlt der Staat 52 Wochen eine geringe Arbeitslosenunterstützung, danach sind die Menschen ohne jegliches Einkommen. Viele Familie, besonders aber ältere Menschen kommen aus dieser Misere nicht mehr heraus und verarmen. Durch die regelmäßigen Spendenlieferungen von "Hilfe und Tat" können sich die bedürftigen Bürger seit einigen Jahren Bekleidung, Schuhe und Hausrat im Lagerraum der Arbeitslosen-Initiative aussuchen und auch die Kinder müssen neben Anoraks und Pullovern nicht auf Kuscheltiere und andere Spielsachen verzichten.

"Hilfe und Tat" wird die Armut in dieser Region nicht aus der Welt schaffen können, aber die zu Herzen gehenden Dankesworte und Belobigungen motivieren alle aktiven Mitglieder noch mehr, immer weiter zu machen. Alles, was hier gedankenlos in die Container geworfen wird oder am Straßenrand auf Abholung wartet, findet im ehemaligen Ermland immer noch dankbare Abnehmer. Informationen hierzu erteilen Heinz Kuhr Tel. 04205-1500 und Uwe Remmers Tel. 04205-7576.


"Hilfe und Tat" startet mit sieben Aktiven den vierten Hilfstransport ins Ermland, dem ehemaligen Ostpreußen - 4. bis 8.Juli 2010

"Man sieht immer nur, was noch zu tun ist …"

(fet) "Man merkt nie, was schon getan wurde, man sieht immer nur, was noch zu tun ist." Diesen Ausspruch von Marie Curie haben sich die rührigen Vereinsmitglieder von "Hilfe und Tat" auch auf ihre Fahne geschrieben. Erst kürzlich von der dritten Tour nach Masuren zurückgekehrt, starteten Uwe Remmers und sechs weitere Vereinsangehörige jetzt erneut mit 9,5 to Hilfsgütern an Bord nach Lizbark Warminski, dem ehemaligen Heilsberg, im Ermland.

Das Thermometer zeigte bei der Abfahrt am frühen Abend immer noch satte 28 Grad und löste bei den Teilnehmern nicht unbedingt Begeisterung aus. Doch trotz der lästigen Schweißtropfen, die sich in Rinnsalen ihren Weg durch die Gesichter suchten und schließlich in den Hemdkragen versickerten, waren alle Männer hoch motiviert. Kurze Lagebesprechung: "Die A1 ist dicht – wir fahren die B75", dann verließen die schwer beladenen Fahrzeuge ihren Standort und rollten in Richtung Autobahn davon.

Über den Dachverband in Allenstein kam vor geraumer Zeit der Kontakt zur Gesellschaft der Deutschen Minderheit "Warmia", in Lizbark Warminski mit ihrer zweiten Vorsitzenden Rita Poplawska zustande. Auch hier haben sich gebürtige Deutsche zusammengefunden, um deutsches Kulturgut zu pflegen, vor allem aber ist man sehr bemüht, den Kindern und Enkelkindern die deutsche Sprache zu vermitteln. Auch Heilsberg gehört zu der einkommensschwachen Region unmittelbar vor der russischen Grenze. Besonders unter der älteren Bevölkerung herrscht eine erschreckende Armut. Rita Poplawska konnte es kaum glauben, dass der Verein "Hilfe und Tat" sein Wort hält und mit Bekleidung Schuhen, Bettwäsche, Hausrat, Teppichen und einem Kühlschrank. versucht, die herrschende Not etwas zu mildern. Ungefähr zwei Tonnen der gesamten Ladung sind für die Arbeitslosen Initiative in Sepopol (Schippenbeil) vorgesehen. In einem eingerichteten Warendepot, das mit Spenden von Hilfe und Tat versorgt wird, können sich die Arbeitslosen hier Kleidung, Hausrat und Spielzeug auf Bezugsschein aussuchen.

Ein besonders emotionales Ereignis ist für alle die Geburtstagüberraschung für Magdalene Heidenreich, die seit vielen Jahren die Geschicke des Vereins der Deutschen Minderheit "Natangen" in Gorowo Ilawecki (Landsberg) leitet.

Die Jubilarin beging nach bewegten Jahren kürzlich ihren 80. Geburtstag. Sie durchlebte ein entsetzliches Schicksal während der Nachkriegszeit unter polnischer Herrschaft und war schließlich gezwungen ihre drei Kinder als Tagelöhnerin allein durch zu bringen. Sie hat ihr Leben lang schwer gearbeitet, dennoch ist ihre Rente so gering, dass sie sich kein Festessen mit ihren Kindern und Enkeln leisten kann. Darum wollen alle Transportteilnehmer zumindest mit einer Kaffeetafel dafür sorgen, dass ihr der Tag unvergesslich bleibt.

Für die Rückfahrt ist ein Besuch bei den Eheleuten Heinrich und Sieglinde Kenzler in Oranienburg geplant. Das Ehepaar sammelt seit einigen Jahren Sachspenden für "Hilfe und Tat" und signalisierte: "Die Garage ist wieder voll".

Obwohl beide als Wolfskinder aus Wehlau (jetzt Exklave Kaliningrad) grausame Quälereien und Hunger unter den Siegern im Osten ertragen mussten, haben sie ihr Schicksal angenommen. Mit sehr großem Erfolg organisieren beide einen regelmäßigen Schüleraustaus zwischen Wehlau und Oranienburg und als ob das nicht schon genug wäre, unterstützen sie "Hilfe und Tat" unermütlich im Kampf gegen die Armut im ehemaligen Ostpreußen.


"Hilfe und Tat" erstmals beim Verein der deutschen Minderheit in Pisz / Masuren 25. - 28. Juni 2010

"Dass ihr so weit gefahren seid"

(fet) Masuren, eine Landschaft geprägt von sanften Hügeln, kristallklaren Seen, dunklen Mischwäldern und einer nahezu schwermütigen Stille. Unebene schmale Straßen zerschneiden die endlos scheinenden Wiesen und verbinden die verstreut liegenden kleinen Dörfer und Gehöfte miteinander. Irgendwann münden sie in prächtigen, von alten Bäumen umsäumten Chausseen, die größtenteils in desolatem Zustand sind. So erlebt der Tourist diesen Landstrich.

Weder die Schönheit dieser Region im südlichsten Zipfel des ehemaligen Ostpreußens, noch der florierende Tourismus rund um die Seenplatte können darüber hinwegtäuschen, dass ein Teil der Bevölkerung am Existenzminimum dahinvegetiert. Die Renten sind klein und Arbeitsplätze unmittelbar an der russischen Grenze rar. Trotz finanzieller Not und den damit verbundenen Entbehrungen hängen die deutschstämmigen Masuren an ihrer heimatlichen Scholle. Viele von ihnen kehrten 1945 auf der Flucht wieder um oder gingen gar nicht erst fort. Man sagt den Masuren Willensstärke und wohl auch etwas Sturheit nach. Diese Eigenschaft half besonders den dort lebenden Deutschen bei dem beschwerlichen Neubeginn unter polnischer Herrschaft.

"Wir mussten unter polnischer Herrschaft ganz neu anfangen, aber wir besaßen noch unsere Heimat", erzählt die 83-jährige Irene Wesolowski, zweite Vorsitzende des Deutschen Freundeskreises "Rosch" in Pisz (früher Johannisburg). Dem Verein, der 1992 ins Leben gerufen wurde, gehören ca. 450 Mitglieder deutscher und polnischer Herkunft an, die in einer angemieteten Begegnungsstätte neben vielen Aktivitäten sehr intensiv deutsches Kulturgut pflegen. Der gesamte Vorstand um den ersten Vorsitzenden Dietmar Leymanzik ist sehr bemüht, die Not besonders unter den älteren Vereinsmitgliedern zu lindern - mit dem spärlichen Budget aus Spenden und Beiträgen keine einfache Aufgabe.

Über den Dachverband der Deutschen Minderheiten in Olsztyn (Allenstein) nahm "Hilfe und Tat" mit dieser Vereinigung im Frühjahr Kontakt auf. Vor einigen Tagen rollte nun unter der Regie von Uwe Remmers der erste große Transport mit ca. 9 Tonnen Hilfsgütern nach Pisz. "Dass ihr so viele Kilometer, (1.100 km) gefahren seid, nur um unseren Armen zu helfen". Ulla Rutkowska aus der Vorstandsriege war geradezu überwältigt von dem Engagement der Männer und von der umfangreichen Ladung, die aus ca. 960 Packstücken mit Spielzeug, Kuscheltieren, Kleidung, Teppichen, Matten, Läufern, Hausrat und 17 Kartons gut erhaltenen Schuhen bestand. Eine weitere Anlaufstelle war die Sozialstation der Stadt Pisz. Hier wurden neben Kartons mit Kleidung und Hausrat 18 Rollatoren, 5 Gehstöcke und 6 Paar Krücken abgeladen.

Für die Gehhilfen gibt es ganz besonders dankbare Abnehmer. Bislang dienten den Gehbehinderten Äste von den Sträuchern am Straßenrand. Krücken kosten eine monatliche Leihgebühr, die bei der kargen Rente ebenso wenig übrig ist wie eine Busfahrkarte in die Stadt. Darum bringt Dietmar Leymanzik die Sachspenden mit seinem PKW zu den bedürftigen Mitgliedern in die Außenbezirke.

Nach dem Transport ist vor dem Transport. Die nächste Hilfslieferung, dieses Mal nach Lidzbark Warminski (Heilsberg) ist für Anfang Juli geplant. Die Organisation läuft bereits auf Hochtouren. Wer den Verein mit einer Mitgliedschaft unterstützen möchte kann sich unter Tel. 04205-7576 oder 04205-1500 informieren.


Hilfstransport in die Exklave Kaliningrad vom 2. - 9. Mai 2010

Am 2. Mai um 10 Uhr startete das achtköpfige "Hilfe und Tat" - Team unter der Regie von Hartmut Lemke in Richtung Kaliningrad. Die Hilfsgüter waren für die Sozialamt Nesterov (ehemals Stallupönen- Ebenrode) 5351 kg und das Kinderhilfswerk Nordostpreußen in Polessk (früher Labiau) 1.768 kg bestimmt. Für die Sozialstation in Nesterov waren Bekleidung, Schuhe, Bettwäsche, 30 Rollatoren, 18 Rollstühle und 12 Fahrräder vorgesehen. Für das Kinderhilfswerk hatte das Team neben Bekleidung, Bettwäsche, Schuhe noch drei Fahrräder an Bord. Diesen Spendenbeitrag komplettierte Hilfe und Tat mit einer Sammlung, die Herr Ruske jr. in Reinbeck bei Hamburg organisierte. Die Leiterin der Sozialhilfeabteilung in Nesterov, Frau Elena Bolotowa hatte sich bereits im Vorfelde so weit möglich, um die notwendigen Zollformalitäten für die gesamte Ladung gekümmert. Somit konnte sich Ulrich Ruske, Leiter des Kinderhilfswerks, diese umfangreichen administrativen Aufgaben ersparen.

An dieser Stelle sollte erwähnt werden, dass bereits für Oktober 2009 ein Transport nach Nesterov geplant war, der kurzfristig von der Stadtverwaltung Nesterov abgesagt werden musste. Grund für diese Stornierung waren die neuen Zollbestimmungen, die es Elena Bolotowa unmöglich machten für uns die erforderlichen Unterlagen zu bekommen. Seitdem müssen sämtliche Pakete nach den Vorgaben der Russen gepackt werden, um überhaupt eine Einreisegenehmigung zu erhalten. Diese Bedingungen hat Hilfe und Tat bei der Verladung am 2.5.2010 erfüllt.

Am Montag, 3. Mai, morgens gegen 4.30 Uhr standen die Fahrzeuge bereits an der polnisch-russischen Grenze. Während die Abfertigung im polnischen Grenzort Bezledy (Beisleiden) recht schnell erledigt war, ahnte die Crew um Hartmut Lemke noch nicht, welche Schwierigkeiten an der russischen Grenzabfertigung in Bagrationowsk (Preußisch Eylau) auf sie wartete. Bei Einsicht der Zollunterlagen stellte der Zöllner fest, das ein so genanntes blaues Papier fehlte. Bislang wurde diese Unterlage noch nie an der Grenze benötigt, nach den aktuellen Bestimmungen hätte sie bereits in Königsberg (Kaliningrad) ausgestellt werden müssen. Weil bekanntlich der "Tag der Arbeit" (Samstag) für die Arbeitswelt am ersten darauf folgenden Wochentag grundsätzlich nachgeholt wird, waren in Kaliningrad alle Ämter geschlossen, eine Erledigung der Zollunterlagen also undenkbar. Nach stundenlangem Warten entschlossen sich alle Teilnehmer mit Taxen in das gebuchte Hotel zu fahren und die Zollabfertigung auf den nächsten Tag zu verschieben.

Leider konnte Hartmut Lemke besagtes blaues Papier auch am nächsten Tag nicht beschaffen. Also wartete man vergeblich an der Grenze und fuhr gegen Abend recht unbefriedigt wieder zurück ins Hotel. Erst am dritten Tag, abends gegen 19 Uhr gaben die Grenzzöllner den gesamten Hilfstransport frei, endlich konnte die Crew die wichtigen Spenden mit in das Landesinnere nach Kaliningrad nehmen. Am anderen Morgen, also am vierten Tag dieser Reise, wurden die Fahrzeuge dann in das Zolllager nach Tilsit (Sowjetsk) zur Zollfreigabe gebracht.

Leider gab es kurz vor Einfahrt in die Lagerhalle ein erneutes Problem. Der LKW hatte einen Motorschaden, der schnellstens von Werner Mahnke in einer Hinterhof-Werkstatt repariert werden musste. Auf dem Gelände des Zolllagers machte man dem Team verständlich, dass die Endverzollung der Ladung in ca. vier bis fünf Tage vorgenommen würde. Also wurden alle Kartons sowie die anderen Packstücke bis auf weiteres in einer Zollhalle deponiert. Ulrich Ruske, der sich jedes Mal von Herzen über die Sachspenden freut, lud die Gruppe an diesem unfreundlichen, kalten Nachmittag zu Kaffee und Kuchen ein. Frustriert, aber dennoch froh, dass die Spenden erst einmal hier abgeladen werden konnten, fuhren alle wieder zurück ins Kaliningrader Hotel.

Durch die Zollformalitäten hatte das gesamte Team sehr viel Zeit verschenkt. Es blieb nur noch ein Tag, den ein Teil der Gruppe für eine Fahrt ins Ostseebad Rauschen (Swetlogorsk ) nutzte. Der Rest der Teilnehmer widmete sich den Sehenswürdigkeiten im ehemaligen Königsberg.

Am Samstagvormittag trat die Gruppe die Heimreise gen Westen an.


"Hilfe und Tat" ist ins Ermland unterwegs

Es ist die 111. Tour seit Bestehen des Vereins vom 20. März 2010

(fet) Es ist stockfinster, feuchte Kälte kriecht in Kragen und Ärmel. Die vier Männer verstehen sich ohne viele Worte. "Noch einen Meter – Stopp!" Beide Anhänger sind angekoppelt, Motoren heulen auf und endlich rollen die Fahrzeuge langsam auf die Straße in Richtung Autobahn. Mit ihrem ersten Hilfstransport in diesem Jahr beendeten die Mitglieder von Hilfe und Tat die kurze Winterpause und starten mit ca. 10 Tonnen Hilfsgütern an Bord ins Ermland, der total verarmten Region kurz vor der russischen Grenze. Keine einfache Fahrt, denn im ehemaligen Ostpreußen liegt noch Schnee und die ohnehin engen Straßen sind zum Teil immer noch spiegelglatt.

Bis auf den letzten Zentimeter stapeln sich 872 Kartons und Säcke in den Fahrzeugen. Den Löwenanteil der Ladung teilen sich der Verein Deutsche Gesellschaft "Natangen" in Gorowo Ilawecki,(Landsberg) und der Verein Sozial-Kulturelle Gesellschaft der Deutschen Minderheit in Bartenstein (Bartoszyce).

Weitere Sachspenden gehen an das Sozialamt und an die Landgemeinde der Stadt Gorowo Ilawecki. Außer Bekleidung und Schuhen stehen Rollatoren, Nähmaschinen, Teppiche und ein Kinderwagen auf der Ladeliste. Als der Vereinsvorsitzende Uwe Remmers kürzlich erfuhr dass eine Familie in der Nähe von Schippenbeil, jetzt Sepopol durch eine Brandkatastrophe ihre gesamte Habe verloren hatte, war es selbstverständlich, dass er für diese Menschen Hausrat, Gardinen und Teppiche reservierte.

Außerdem bekommt Frau Blasiat, eine amputierte ältere Dame, einen ausgemusterten Spezialtisch für Krankenpflege. Mit diesem Tisch wird sie endlich problemlos ihrem Hobby, dem Handarbeiten, nachgehen können.

Auf dem Rückweg legt das Team in Oranienburg bei Heinrich und Sieglinde Kenzler einen Zwischenstopp ein, um ca. 2 Tonnen Hilfsgüter zu laden. Das Ehepaar, ehemalige Wolfskinder, hat die hauseigene Garage seit einigen Jahren zu einem sehr ergiebigen Spendendepot umfunktioniert. Beide sammeln mit großem Einsatz für die Not leidende Bevölkerung in Polen und Russland, obwohl die Erinnerung an das ihnen zugefügte Leid immer noch Traurigkeit und Angst in ihnen auslösen.

Sorgsam verpackt wartet bei Kenzlers dieses Mal sogar ein neuwertiges Ultraschall-Gerät auf seine neue Bestimmung im Bartensteiner Krankenhaus "Johannes Paul II". Solche teuren Anschaffungen sind für die polnischen Ärzte im ehemaligen südlichen Ostpreußen unerschwinglich und bleiben meistens unerfüllbare Wunschträume. Bei derart außergewöhnlichen Hilfsgütern kennt die Freude des gesamten Krankenhauspersonals keine Grenzen. Die innigen, von Herzen kommenden Dankesworte für Dinge, die in unserer Wohlstandswelt längst ausgemustert wurden, gehen den Helfern immer unter die Haut. In solchen Augenblicken vergessen die Männer von Hilfe und Tat alle Strapazen der Fahrt und wissen, dass sie weitermachen müssen.

Mit dem nächsten Hilfstransport, der für den 11. April geplant ist, wird das Krankenhaus zusätzlich mit 2 Paletten medizinischen Verbrauchsartikeln, Krankenhauswäsche, Bettwäsche, Kitteln und Nachthemden unterstützt.

Für hiesige Verhältnisse ist es kaum vorstellbar, dass die Ärzte und Schwestern bereits sehnsüchtig auf diesen Hilfstransport warten.


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