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Kulturelle Kontakte

Kultur zwischen Ost und West

Neben der materiellen Hilfeleistung bauten die Vereinsmitglieder im Laufe der vielen Jahre natürlich auch Kontakte zu einzelnen Personen oder auch Einrichtungen in Kaliningrad und im Ermland auf.

Hier ist ganz besonders die Verbindung zwischen dem "Gemischten Chor Fischerhude" und dem "Chor Brevis" von der Musikhochschule "Rachmaninov" in Kaliningrad zu erwähnen.

Jürgen Holsten und Uwe Remmers ist es zu verdanken, dass diese qualifizierten Sängerinnen hier im Bremer Umland und natürlich in unserer Großgemeinde unvergessliche, sehr professionelle Konzerte geben konnten. Eine große Herausforderung, für die beiden Vereinsmitglieder, denn die Sprachschwierigkeiten auf beiden Seiten gestaltete jede Diskussion recht schwierig. Für formelle Absprachen, die seinerzeit telefonisch geregelt werden mussten, stand eine Dolmetscherin zur Verfügung.

Den Musikstudentinnen mit ihrer Dirigentin Inga Shvets war es einerlei, ob die Auftritte bei Dodenhof in der Cafeteria zwischen klapperndem Geschirr oder in einem Kirchenschiff stattfanden. Für die jungen Mädchen bedeuteten die Konzertreisen im Westen ein Stück Lebensqualität, für die sie hart und diszipliniert arbeiteten.

Parallel zu dieser arbeitsintensiven Aufgabe mussten weiter die anstehenden Hilfstransporte organisiert werden. Die Flut der Dokumente und die vielen Amtswege gingen fast ins Unermessliche. Eine Arbeit, die Uwe Remmers und Jürgen Holsten nur mit der Begeisterung für diese Sache gelang.

Gemeinsam mit vielen Gastfamilien in Fischerhude und Ottersberg leistete unser Verein "Hilfe und Tat" mit diesen Besuchen einen großen Beitrag zur Völkerverständigung.

Alle Chormitglieder wurden in Privatquartieren untergebracht und die Verpflegung organisierten die Gastfamilien gemeinsam. Mit unserer Hilfe konnten die jungen Mädchen die östliche Grenze überwinden und sich selber ein Bild vom Westen Europas verschaffen. Die Musikstudentinnen und ihre Chorleiterin nahmen von ihren Chorreisen viele Erinnerungen und außergewöhnliche Erlebnisse mit zurück in ihre Heimat. Hier wurden Freundschaften zu den Gastfamilien geknüpft, die später telefonisch oder durch Briefe fortgeführt wurden.

Ein weiterer kultureller Höhepunkt waren die Auftritte des Deutschen Theaters von Kaliningrad. Das 15-köpfige Ensemble trat zweimal in unserer Gegend, hauptsächlich in Schulen, auf und trug kleine Theaterstücke und sogar Sketche von Loriot vor. Die Schauspielgruppe übernachtete in einer Einrichtung in Clüversborstel. Auch diese Gastspiele organisierte Uwe Remmers.


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